Vermittlung

2022

Pecha Kucha „Neuer Jockel“

„Mainz lebt auf seinen Plätzen“, heißt es immer so schön – aber gilt das auch für den Jockel-Fuchs-Platz? Der Mainzer Rathausplatz gehört zu Jacobsens und Weitlings Rathausensemble und ist seit 2006 denkmalgeschützt. Dennoch muss der Platz sich in Teilen lauter Kritik stellen: Er sei wenig belebt, schwer erschließbar oder schlicht „hässlich“. Diesen Anschuldigungen sind wir bei unserem Vortragsabend im Zentrum Baukultur gemeinsam mit insgesamt zehn Gastredner:innen auf den Grund gegangen. Im „Pecha Kucha“-Format wurde zum einen der Historie und der Gestaltung des Platzes nachgegangen, zum anderen haben wir Impulse zu öffentlichen Räumen aus der Nachkriegsmoderne, Nachhaltigkeit, Denkmalpflege und Vermittlung gesammelt. Unser Ziel war es, den Platz besser verstehen zu lernen und sein Potential zu ergründen.

2021

Summer School „Neuer Jockel“ zum Rathausplatz

Die Summer School „Neuer Jockel“ ist ein Kooperationsprojekt der Abteilung Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Hochschule Rhein-Main und der Initiative DIE BETONISTEN. Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Qualitäten des Mainzer Rathausplatzes aufzuarbeiten, herauszustellen und zu entwickeln. Dabei soll der Entwurf Jacobsens und das Gesamtkonzept Jockel-Fuchs-Platz berücksichtigt, zugleich innovativ weitergedacht und revitalisiert werden. Die Aufgabe der Studierenden besteht darin, der laufenden Debatte über die Öffnung des Platzes zum Rheinufer hin auf wissenschaftlicher Ebene zu begegnen, die Vor- und Nachteile einer neuen Platzgestaltung abzuwägen und zugleich die Geschichte und Gegenwart des Jockel-Fuchs-Platzes aufzuarbeiten und zu analysieren.

2021

Online-Vortragsreihe zum Thema Fassaden

Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Nachkriegsarchitektur des Rheinischen Vereins für Denkmalschutz und Landschaftspflege veranstalteten wir mit dem 2. Forum Nachkriegsarchitektur ein mehrteiliges Online-Event zum Thema „Fassade“.  In der ersten von vier Veranstaltungen lag der Fokus auf dem Mainzer Rathaus. Dr. Elke Nagel (strebewerk.architekten) und Dr. Roswitha Kaiser (GDKE) hielten Kurzvorträge zum Zustand des Sanierungsobjektes und den offenen Diskussionen wie der Umgang mit der Natursteinfassade aus Porsgrunn-Marmor.

2021

Fotowettbewerb #tristessroyale

„Geht auf die Suche nach den absoluten Drecks-, Piss- und Kackecken, in denen euch unser beschauliches Meenz eine volle Ladung Urbanität ins Gesicht spuckt!
Mainz mag zwar eine freundliche Stadt sein, aber ihr steht auch die anonyme Großstadt sehr gut. Macht Fotos von euren Entdeckungen (Architekur, „Schönes und Hässliches“, Abfalleimer,…), verlinkt uns unter euren Posts oder Stories und benutzt den Hashtag #tristesseroyale.“ So riefen wir zu unserem Fotowettbewerb auf, dessen drei Gewinner:innen attraktive Präsente erhielten und ihre Fotos als Postkartenserie „tristessroyale“ erschienen.

2021

Bauzaunbanner am und zum Mainzer Rathaus

Die in der Kammergruppe Mainz/Mainz-Bingen aktive Architektenschaft und DIE BETONISTEN möchten mit einer Serie von Bannern am Bauzaun des Mainzer Rathauses gemeinsam einen positiven Beitrag zum Verständnis der Architektur leisten. Die unattraktive Baustelle des seit 2019 geschlossenen Rathauses machen wir mit einer Bespielung des Bauzauns zum Erklär- und Vermittlungsort. Die einzelnen Banner führen durch und um das Mainzer Rathaus. Sie zeigen die hochwertige Ausstattung dieses architektonischen Gesamtkunstwerks auf und vermitteln dabei die Ideen und Konzepte der beiden dänischen Architekten Arne Jacobsen und Otto Weitling. Jeweils eine Serie von 10 Bannern entlang des Rheinufers und auf dem Rathausplatz informieren die Mainzer Bevölkerung seit März 2021.

2020

Social-Media-Kampagnen

Die Sozialen Medien wie facebook und Instagram sind unser Sprachrohr!

Einst verhalf der Erweiterungsbau von Rainer Schell dem Gutenberg-Museum dazu Weltruhm zu erlangen. Im Vorfeld der Standortentscheidung durch die „Arbeitswerkstatt Gutenberg-Museum“ starteten wir eine Serie von Posts und begleitenden Stories zur Faktenlage sowie zur architektonischen und städtebaulichen Qualität des Gebäudes. Im Rahmen der Standortdiskussion für den möglichen Neubau des Gutenberg-Museums wurde auch das Grundstück des Allianzhauses untersucht. Für uns ragt das Allianzhaus als eines der besten Gebäude der Nachkriegszeit in Mainz heraus. Mit einer weiteren Serie von Posts und Stories zur Geschichte, zur Architektur und zu den aktuellen Nutzern haben wir die Bedeutung des Allianzhauses als Kulturstandort für Mainz herausgestellt. Weitere Kampagnen mit Umfragen, Statements und jeder Menge Fotos gab es auch zu den Pavillons auf der Ludwigsstraße und natürlich zum Mainzer Rathaus.

2019

Sockelalarm #14 – Schaustelle

Im Rahmen der Kunstaktion „Sockelalarm“ beteiligen sich DIE BETONISTEN mit ihrem Projekt „Schaustelle“. Am 14. Juli irritierten knallgelbe Stühle die Passanten, die den Jockel-Fuchs-Platz überquerten. Scheinbar wahllos verteilt, zeigten die Stühle mal in Richtung des leerstehenden Hans Arp-Sockels, hin zur Stadtkulisse oder auf das monumentale Rathaus von Arne Jacobsen und Otto Weitling. 
Auf den Stühlen befanden sich gelbe Bücher, die die Neugierde vieler Passanten weckten. Sie wurden darin aufgefordert Platz zu nehmen und in einem Moment des Innehaltens ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen. Im Buch fanden die Passanten Informationen zum Rathaus sowie erklärendes Bildmaterial zu den Gestaltungsideen der Architekten und konnten ihre Eindrücke mit Statements zum Ausdruck bringen.  Die Aktion hatte keinen belehrenden Charakter, vielmehr sollte das Interesse der Menschen an ihrer Umgebung wecken und Impulse zum Nachdenken gegeben. Parallel zur „Schaustelle“ gaben DIE BETONISTEN Führungen zur Nachkriegsmoderne zwischen Schillerplatz und Rathausplatz. In beiden „Schaustellen-begehungen“ wurden offen und rege über die Nachkriegsarchitektur diskutiert. Die Ansichten waren dabei weitaus vielseitiger, als es die Berichterstattung in Mainz oft suggeriert. Aufgrund der großen Resonanz vor Ort und auf Instagram wird die „Schaustelle“ weiterziehen, um den Blick der Passanten für die Architektur und städtebauliche Situationen der Nachkriegszeit zu schärfen und Orte wie die Lu oder den Ernst-Ludwig-Platz neu zu entdecken.

2017

Unsere Statements zum Rathaus für die Stadtratsabgeordneten

Die FREUNDE DES MAINZER RATHAUSES wendeten sich vor der entscheidenen Ratssitzung direkt an die Abgeordneten des Mainzer Stadtrats, um auf die Notwendigkeit zum Erhalt des Rathauses aufmerksam zu machen. Rund 40 Unterstützer:innen überreichten den Stadträten als vorweihnachtliche Geste selbstgebackene Plätzchen in den Grundformen des Logos (Dreieck, Kreis, Quadrat), garniert mit Statements zum Rathaus und dem drohenden Bürgerentscheid auf einem kleinen Faltblatt. Die Plätzchenaktion war ein voller Erfolg, über den auch die lokale Presse berichtete. 

Auf einen Wein mit Freunden

Mit Bierdeckeln erreichten die FREUNDE DES MAINZER RATHAUSES die weinliebenden Mainzer. Die mit den Statements bedruckten Bierdeckel, haben in verschiedenen Szenelokalen den Weg unter die Gläser der Stadt gefunden.

2021

Nackriegsarchitektur in Mainz in einem Buch

Gemeinsam mit Rainer Metzendorf widmen sich DIE BETONISTEN der verkannten Architekturepoche der Nachkriegszeit in Mainz und versammeln in einem Übersichtswerk die wichtigsten Bauwerke und Stadträume dieser Zeit in einer reich bebilderten Publikation. Das Buch erscheint im November 2021 im moriel Verlag.

68 Bauten der Nachkriegszeit und 170 Abbildungen auf 128 Seiten.