2. Forum Nachkriegsarchitektur des RVDL – jetzt anmelden!

Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 gestartet, geht das Forum Nachkriegsarchitektur des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in Kooperation mit der Initiative „Die Betonisten“ im Jahr 2021 unter Corona-Bedingungen in die zweite Runde. Das Forum mit dem Titel „Alles nur Fassade?“ thematisiert mit Kurzvorträgen und Diskussionsrunden die neuartigen Gesichter von Bauten, die zwischen den 1950er und 1970er Jahren entstanden. Fragen nach Sanierungsbedarf, nach dem Umgang mit den Materialien und Schadstoffen sowie nach Denkmalschutz und Vermittlung stehen im Fokus. Angesprochen sind alle Interessierten, z.B. aus Baupraxis und Architekturwissenschaft, aus Denkmalpflege und Initiativen.

Drei online-Termine, jeweils montags, 17.45-19.30 Uhr:

22. Februar 2021, 22. März 2021, 26. April 2021 und Abschlussveranstaltung am 31. Mai 2021

Anmeldung per Mail an: nachkriegsarchitektur@rvdl.koeln

Den Link für die online-Veranstaltung erhalten Sie zwei Tage vorher. Über diesen Link können Sie ohne jegliche Installation über Ihren Browser an der online-Veranstaltung teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das digitale Forum mit dem Titel „Alles nur Fassade?“ thematisiert mit Kurzvorträgen und Diskussionsrunden den besonderen Wert ebenso wie die Herausforderungen der neuartigen Gesichter von Bauten, die zwischen den 1950er und 1970er Jahren entstanden.

Die Gefahr, dass nach einer Sanierung nur die denkmalgeschützte Fassade erhalten bleibt, ist bei vielen Bauwerken der Nachkriegsarchitektur akut. Denn die Konstruktionsweisen (z. B. Stahlseilnetz) und Materialien (z.B. Faserbeton) der damaligen Zeit sind heute zu einer Herausforderung für die denkmalgerechte Sanierung geworden. Die Veranstaltungsreihe verhandelt die Frage nach dem kulturellen Wert nicht nur der Architektursprache, sondern auch der Substanz aufgrund von Schadstoffbelastung, Kurzlebigkeit der Materialien und allgemeiner Baumängel sowie heutiger Baustandards neu. Das Mainzer Rathaus (1973) von Arne Jacobsen und Otto Weitling, das sich derzeit mitten im Sanierungsprozess befindet, wird als aktuelles Fallbeispiel einen Schwerpunkt darstellen. Daneben werden weitere Objekte aus dem Rheinland und darüber hinaus thematisiert.

Nähere Informationen zu den einzelnen Terminen

22. Februar 2021 | Im Fokus: das Mainzer Rathaus als Sanierungsobjekt

Die erste Veranstaltung widmete sich mit dem Mainzer Rathaus (1973) von Arne Jacobsen und Otto Weitling einem prominenten und aktuellen Fallbeispiel der Debatte um eine denkmalgerechte Sanierung und Erweiterung. Nach einem Grußwort des Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling nahmen die Kurzvorträge eine Bestandaufnahme der markanten, aber porösen Fassade sowie des umfassenden, bauzeitlichen Interieurs des Rathauses vor. Gemeinsam haben wir über Lösungsansätze diskutiert.

Presse: „Bricolage statt Perfektion“ (moderneREGIONAL, 22. Februar 2021)

22. März 2021 | Nachkriegsarchitektur – neue Gesichter & Materialien

Der zweite Teil des Forums befasste sich mit neuen Materialien und Fassadenformen, die zwischen den 1950er und 1970er Jahren zum Einsatz kamen und heute neue Herausforderungen der Sanierung darstellen. Die Kurzvorträge warfen einen wissenschaftlichen und einen praktischen Blick auf die Fassaden der Nachkriegsarchitektur und die Frage der Wiederbeschaffung von Materialien bei Renovierungen.

Presse: Das Kleid der Nachkriegsmoderne (koelnarchitektur.de, 13. April 2021)

26. April 2021 | Engagement und Vermittlung

Die dritte Online-Veranstaltung des 2. Forum Nachkriegsarchitektur steht im Zeichen der Aneignung und Vermittlung von Architektur, die – natürlich zu Unrecht – in Verruf oder aus dem Fokus geraten ist.
Die Referentinnen der beiden Kurzvorträge geben einen Einblick in ihre Auseinandersetzung mit der Nachkriegsarchitektur in Mainz und Bonn.
Jennifer Konrad erläutert den Aneignungsprozess der Initiative „Die Betonisten“ mit dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und gibt Impulse für die Vermittlung dieser vielfältigen Architekturlandschaft.
Constanze Falke blickt zurück auf rund 12 Jahre Vermittlungsarbeit der „Werkstatt Baukultur Bonn“ für den Erhalt der Bonner Beethovenhalle und die Verantwortung, die sich aus einem Aneignungsprozess und der fachlichen Auseinandersetzung mit einem denkmalgeschützten Nachkriegsbau im Rahmen einer Instandsetzung ergeben.

Eröffnung: Tobias Flessenkemper und Prof. Dr. Matthias Müller, Rheinischer Verein

Moderation: Jonas Grahl und Maximilian Kürten

Vortrag 1:  „Nachhaltige Vermittlungsarbeit am Beispiel des Mainzer Universitätscampus“ Jennifer Konrad, Die Betonisten / Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Vortrag 2:  „Bis zur letzten Schraube – Beethovenhalle Bonn: Vermittlung und Bauforschung“ Constanze Falke, Werkstatt Baukultur Bonn / Bauhaus Universität Weimar

31. Mai 2021 | Thema und Teilnehmer folgen